Biologisch abbaubare Wuchshüllen
Abschnittsübersicht
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Wuchshüllen aus biobasiertem Material
Jahrzehntelang wurden junge Pflanzen mit Plastikröhren vor Schäden durch Wildverbiss geschützt. Vor einigen Jahren begannen aber meist kleinere Hersteller damit, Wuchshilfen aus Holz zu produzieren. Den Vorteil dieser Entwicklung erkannte das Forstamt Hachenburg und Waldbildungszentrum schon sehr früh und legte Testflächen für Wuchs- und Schutzhüllen aus nachhaltigen Materialien an. Ziel dieser Versuche war, in Zukunft auf die bewährten Plastikprodukte vollständig verzichten zu können. Mittlerweile testen wir die nachhaltigeren Wuchshüllen bereits seit über 5 Jahren.
Die Entwicklung der letzten Jahre
Zu Beginn des Jahres 2020 waren 2 Arten Wuchshüllen aus Holz auf unseren Versuchsflächen unter Beobachtung. Heute stellen wir Ihnen eine Auflistung 20 verschiedener biobasierter Wuchshüllen zur Verfügung, die wir auf den Versuchsflächen ausbringen. Viele der älteren Produkte wurden durch die Hersteller bereits überarbeitet, um sowohl den Schutz zu verbessern, als auch die Montage zu erleichtern.
Dazu gekommen in den letzten Jahren außerdem neue, biobasierte Produkte aus Baumwolle, Papier und Polyactiden, die einen erfolgreichen plastikfreien Einzelschutz versprechen.
Holz gegen Plastik
Alleine in einem der Reviere des Forstamts Hachenburg schützen heute bereits rund 50.000 Holzwuchshüllen junge Eichen, Kirschen, Ahorne und Flatterulmen. Bei der Verwendung herkömmlicher Wuchs- und Schutzhüllen hätte das die Ausbringung von ca. 9.000 kg Plastik bedeutet.
Neben dem ökologischen Vorteil Kunststoff zu vermeiden, sind die Wuchs- und Schutzhüllen aus Holz und biobasiertem Material in der Landschaft auch optisch viel weniger störend als die noch vorhandenen Vergleichshüllen aus Kunststoff.
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Landesforsten.RLP.de / Jonathan FieberLandesforsten.RLP.de / Lamour/Hansen
Plastikfreie Einzelschutzsysteme im Rotwildrevier
Mit kleinen Anpassungen auch möglich
Zum Artikel >>>Landesforsten.RLP.de / Lamour/HansenLandesforsten.RLP.de / Alessandra KurzawaAktuelle Neuigkeiten
Aktualisierungen auf der Seite des Forstamt Hachenburg und Waldbildungszentrum
Zum Artikel >>> -
Aufgrund des großen Interesses der Forstpraxis an den Erkenntnissen wird das Forstamt Hachenburg und Waldbildungszentrum einen Exkursionspunkt zum Thema biologisch abbaubare Wuchshüllen auf der KWF Tagung 2028 präsentieren. Dazu wurde in Kooperation mit dem Forstamt Adenau im Herbst/Winter 2024/25 eine Laub- und Nadelholzpflanzung als Versuchsbereich 1 angelegt.
Das Pflanzschema gleicht dabei einer Würfelseite mit 5 Punkten. Unmittelbar nach der Pflanzung werden die Forstpflanzen mit biologisch abbaubaren Einzelschutzprodukten geschützt. In den Jahren 2026/2027 und letztmalig in 2028 werden weitere, und an die Fläche angrenzende, Versuchsbereiche im gleichen Schema begründet - mit gleichen Pflanzen und Hüllen. Die Besucher können sich so wie in einem Zeitraffer über Zustand, Wirksamkeit, Kosten und Pflegeaufwand der bis zu 4 Jahre alten Wuchshüllen informieren.

